Ein WordPress-Blog mit aktivierter Kommentarfunktion verarbeitet mehr personenbezogene Daten, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Neben dem eigentlichen Kommentartext werden häufig Name, E-Mail-Adresse, IP-Adresse und teils ein Profilbild über den Dienst Gravatar verarbeitet. Ein generisches Muster erwähnt diese WordPress-Besonderheiten selten im Detail.
Welche Daten ein Kommentarformular abfragt
Standardmäßig fragt das WordPress-Kommentarformular Name, E-Mail-Adresse und den Kommentartext ab. Die E-Mail-Adresse wird dabei nicht veröffentlicht, dient aber intern etwa der Benachrichtigung bei Antworten. Beschreibe in der Erklärung, welche Felder Pflicht sind und welche Angaben tatsächlich öffentlich sichtbar werden.
Gravatar und das Profilbild
WordPress fragt bei aktivierter Kommentarfunktion oft automatisch beim Dienst Gravatar an, ob zur angegebenen E-Mail-Adresse ein Profilbild hinterlegt ist. Dabei wird die E-Mail-Adresse in gehashter Form an den Anbieter übertragen, noch bevor der Kommentar überhaupt veröffentlicht wird. Diese Anfrage gehört als eigener Punkt in die Datenschutzerklärung, weil sie unabhängig von einer tatsächlichen Veröffentlichung des Kommentars stattfindet.
IP-Adresse zur Spam-Abwehr
Viele Blogs protokollieren die IP-Adresse von Kommentaren, meist über ein Spam-Filter-Plugin, um automatisiert erzeugten Spam zu erkennen. Diese Verarbeitung stützt sich in der Regel auf ein berechtigtes Interesse an einer funktionierenden, spamfreien Kommentarfunktion.
Speicherdauer von Kommentaren
Anders als eine einzelne Kontaktanfrage bleiben Kommentare oft dauerhaft öffentlich sichtbar, weil sie Teil der Diskussion unter einem Artikel sind. Beschreibe, ob und wie Besucher die Löschung eines eigenen Kommentars verlangen können, und ob dabei der Kommentartext entfernt oder nur anonymisiert wird.
Cookies durch die Kommentarfunktion
Aktiviert ein Blog die Option, Name und E-Mail-Adresse für spätere Kommentare zu speichern, setzt WordPress dafür ein eigenes Cookie. Dieses Cookie dient ausschließlich dem Ausfüllkomfort und zählt meist als technisch notwendig, sollte aber trotzdem in der Erklärung kurz erwähnt werden.
Ein vollständiges Beispiel
Ein vollständiges Muster mit einem eigenen Abschnitt zu Kommentaren und eingebundenen Diensten findest du im Blog-Muster.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich Gravatar erwähnen, auch wenn kaum jemand ein Profilbild hinterlegt hat?
Ja, die Anfrage an Gravatar findet unabhängig davon statt, ob tatsächlich ein Bild hinterlegt ist. Die technische Übertragung der gehashten E-Mail-Adresse allein macht die Erwähnung nötig.
Kann ich Gravatar einfach deaktivieren?
Ja, über eine entsprechende Einstellung oder ein Plugin lässt sich die automatische Gravatar-Anfrage unterbinden, dann entfällt dieser Punkt in der Erklärung.
Gilt für moderierte Kommentare eine andere Regelung?
Nein, auch ein Kommentar, der erst nach manueller Freischaltung sichtbar wird, verarbeitet ab dem Absenden dieselben Daten. Die Moderation selbst kann als eigener Zweck kurz erwähnt werden.
Was passiert mit meinem Kommentar, wenn ich meinen Account lösche?
Das hängt vom jeweiligen Blog ab. Manche Betreiber entfernen den Kommentar vollständig, andere anonymisieren nur den Namen, damit die Diskussion im Kontext verständlich bleibt. Die Erklärung sollte klarstellen, welcher der beiden Wege gewählt wird.
Eingebettete Inhalte in Blogbeiträgen
Neben Kommentaren binden viele Blogbeiträge zusätzliche externe Inhalte ein, etwa ein eingebettetes Video, einen Social-Media-Beitrag oder eine interaktive Grafik eines Drittanbieters. Jede dieser Einbindungen kann beim Laden der Seite Daten an den jeweiligen Anbieter übertragen, unabhängig von der eigentlichen Kommentarfunktion. Prüfe deshalb bei jedem neuen eingebetteten Inhaltstyp gesondert, welcher Anbieter dahintersteht und ob eine datenschutzfreundlichere Einbindung mit vorgeschalteter Vorschau möglich ist, ähnlich wie bei extern geladenen Schriftarten oder Videos. Ein vollständiges Muster hilft, für jeden dieser Fälle die passende Formulierung zu finden, statt jeden neuen eingebetteten Inhalt einzeln neu zu formulieren.